Anforderungen
1. Mitgliedschaft DGSP
2. Nachweis der Approbation
3. Nachweis der Zusatzbezeichnung Sportmedizin
4. Nachweis von Fortbildungen im Bereich sportmedizinische Laktat-Leistungsdiagnostik (Teilnahmebescheinigungen der Kurse 1 und 2)
(Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, im Umfang von 24 Stunden, die sich ausschließlich mit der Laktat-Leistungsdiagnostik beschäftigen und Nachweis von praktischen Durchführungen in der Laktat-Leistungsdiagnostik innerhalb dieser Forbildungsveranstaltungen in einem Mindestumfang von 10 Stunden).
5. 50 interpretierte Laktat-Leistungskurven
zu 4. und 5.:
Der Nachweis über die Beschäftigung in einer Abteilung oder Institut mit Qualitätssiegel kann erbracht werden, wenn die Durchführung und Bewertung von 100 leistungsdiagnostischen Untersuchungen mit Laktatbestimmung nachgewiesen werden können.
DGSP-Mitglieder (mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin!) erhalten nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat mit der Bezeichnung:
DGSP-Experte für Sportmedizinische Laktat-Leistungsdiagnostik
Bitte reichen Sie dafür alle oben aufgeführten Unterlagen in der DGSP-Geschäftsstelle ein.
Das Zertifikat wird auf Anforderung gegen eine Gebühr von EUR 150,- (zzgl. gesetzl. Mwst) verliehen.
Alle Nicht-DGSP-Mitglieder oder solche ohne Zusatzbezeichnung Sportmedizin erhalten eine Bescheinigung, in der lediglich die erfolgreiche Teilnahme an den Fortbildungen bescheinigt wird.
Den
Antrag (pdf, 375 KB) können Sie kostenfrei als PDF-Datei herunterladen.
Bitte senden Sie alle Unterlagen an die DGSP-Geschäftsstelle.
Die
Inhalte der Fortbildung der Laktat-Leistungsdiagnostik sollten folgendermaßen aufgeschlüsselt werden:
- 4 Stunden: Theoretische Grundlagen der Leistungsdiagnostik
- 4 Stunden: Allgemeine Belastungsreaktion und Trainingslehre
- 2 Stunden: Gerätekunde
- 10 Stunden: Durchführung und Interpretation von Laktatleistungskurven
- 4 Stunden: zur Verfügung
Curriculumvorschlag der DGSP (nach einem Vorschlag der Sektion Leistungssport)
Vorbemerkung:
Die Indikation zur Leistungsdiagnostik umschließt im Wesentlichen drei große Personengruppen:
- Bislang Untrainierte, die sich im Rahmen einer Lebensstiländerung mehr bewegen und Sport treiben wollen
- Leistungsorientierte Sportler aller Leistungsklassen
- Patienten mit vorliegenden manifesten Erkrankungen, insbesondere Herzkreislaufsystem, Stoffwechselerkrankungen und auch orthopädischen Erkrankungen, die ein situationsgerechtes Trainingsprogramm erstellt haben möchten.
Bei der letzten Gruppe sollte eine Leistungsdiagnostik nur im Zusammenhang mit einer klinischen Untersuchung erfolgen.
Das Curriculum sollte folgende Punkte umfassen:
- Theoretische Grundlagen der Leistungsdiagnostik
Grundlagen des Muskelstoffwechsels
- Wege der Energiebereitstellung
- ATP, CrP, "laktazid" vs. "alaktazid", aerobe (Fett- und KH-)
- MechanismenZusammenwirkung der versch. Energiebereitstellungswege
Theorien der Laktatakkumulation
- Hypoxietheorie, Laktat als Zeichen von O2 Mangel
- Sukzessive Rekrutierung langsamer > schneller Fasern
- Katecholaminanstieg > -Flow-Reduzierung in Gebieten mit Elimination Gleichgewichtung Bildung - Elimination (max. steady state, MasLass)
Entstehung von Laktatleistungskurven (LLK)
- Muskelfaserverteilung
- Glykogenkonzentration
- Katecholaminkonzentrationsverhalten
Aussagen von Laktatleistungskurven
- "Anaerobe" und "aerobe" Energiebereitstellung
- Intra- vs. Extrazelluläre Laktatkonzentration
- Verschiedene Schwellenkonzepte, fixe vs. individuelle Schwellenkonzepte (Übergangsbereich)
Anwendung von Laktatleistungskurven
- Ermittlung individueller Trainingsintensitäten aus
- Laktatleistungskurven
- Trainingsvorgabe nach [Lak]-Konzentration?
- Trainingsvorgabe nach % der IAS (ohne Rücksicht auf [Lak])
Bedeutung der Herzfrequenz für die Leistungsdiagnostik
- Herzfrequenz für verschiedene Intensitätsbereiche
- Beziehung zwischen Hf und LKK
- Intensitätsvorgabe durch Laktat vs. Hf Bestimmung
- Allgemeine Belastungsreaktion und Trainingslehre
Trainingslehre
- Methoden zur Ausdauerverbesserung
- Theoretische Hintergründe: GA 1 / GA 2 oder "extensiv" vs. "intensiv"
- Konzept von Stoffwechseloptimierungen
- Intensität von Intervallbelastungen
- Verschiedene Formeln zur optimalen Intensitätsvorgabe
Welche Intensitäten für welches Trainingsziel?
- "Gesundheitssportler"
- "Leistungsorientierter Freizeitsportler"
- "Lifestyle-Veränderung"
- Bewegungstherapie bei Vorliegen bestimmter Krankheiten
Ergometer
- Verschiedene Ergometertypen (z.B. Fahrrad, Laufband)
- Regelmäßige Kalibrierung entspr. MedGV
Geräte zur Laktatbestimmung
- Kalibrierung
- Kosten-Nutzen-Verhältnis
- Zur Verfügung z.B. weitere Verfahren im Rahmen der Leistungsdiagnostik
Körperfettbestimmung
Spiroergometrische Verfahren
Eignung von Auswertesoftware
Eignungsnachweis einer LD-Einrichtung
Ergometrische Untersuchung n. standardisierten Verfahren
Abrechungsmöglichkeiten
leistungsdiagnostischer Untersuchungen in der ärztlichen Praxis
IGEL-Leistungen, GOÄ Ziffern für Untersuchungen und Therapie
Trainingstherapie
Abgrenzung leistungsdiagnostische vs. medizinische Untersuchung