DGSP bei der DOSB-Mitgliederversammlung 2025 – Weichenstellung für einen starken und zukunftsfähigen Sport in Deutschland
Auch in diesem Jahr war die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vertreten. Als Mitgliedsorganisation bringen wir unsere Expertise für Sportmedizin, Gesundheit und Prävention aktiv in die Weiterentwicklung des organisierten Sports ein.
Strategische Schärfung: Die neuen DOSB-Ziele 2035
Mit der Verabschiedung der DOSB-Ziele 2035 wurde ein wichtiger Schritt zur evidenzbasierten und transparenten Steuerung des deutschen Sports gesetzt. Erstmals definiert der DOSB sechs klar messbare, kompakte Ziele, die Fortschritt sichtbar machen und die strategische Ausrichtung stärken.
Damit werden Leitbild und Strategie 2028 präzisiert – ohne sie zu ersetzen – und der Anspruch des DOSB als zentrale Stimme des Sports wird weiter gefestigt. Ein starker Impuls für einen wirksamen, relevanten und nachhaltigen Sport bis 2035.
Prozess für eine mögliche Olympiabewerbung
Ein weiterer Schwerpunkt: die Festlegung des Entscheidungswegs im nationalen Bewerbungsprozess für Olympische und Paralympische Spiele. Wichtig: Es wurde noch nicht über einen nationalen Kandidaten entschieden.
Zunächst sollen eine Evaluierungskommission eingesetzt und eine umfassende Bewertungsmatrix genutzt werden, um die eingereichten Konzepte der Bewerberregionen fair, transparent und nachvollziehbar zu prüfen.
Die finale Abstimmung über einen nationalen Kandidaten erfolgt dann am 26. September in Baden-Baden.
Satzungs- und Ordnungsanpassungen
Die Mitgliederversammlung hat außerdem über mehrere Satzungsänderungen beraten, darunter:
Anpassung der Zusammensetzung des DOSB-Präsidiums
ein neues zweistufiges Modell der Mitgliederversammlung
Möglichkeit zur Stimmenbündelung
Sicherstellung der Beschlussfähigkeit auch bei unvollständiger Besetzung von Gremien
Weitere wichtige Beschlüsse
Besonders im Fokus standen zwei Themen:
Ein neues Berechnungsmodell für die Olympiastützpunkte, das Bedarfe moderner und sportfachlich zeitgemäßer Spitzensportförderung besser abbildet.
Die geplante Einführung einer Aufwandsentschädigung für das bislang ehrenamtlich arbeitende DOSB-Präsidium ab 2027.
Auf dem Foto sehen Sie v.l.n.r.: Dr. med. Barbara Oettinger (Vorsitzende des VmbA des DOSB), Prof. Dr. med. Martin Engelhardt (Vizepräsident des DOSB), Kerstin Holze (Vizepräsidentin des DOSB) und Prof. Dr. med. Rüdiger Reer (Generalsekretär der DGSP).

