DKV-Report 2025: DGSP fordert mehr Bewegung in Prävention und Versorgung
Bewegungsmangel bleibt eines der größten Gesundheitsrisiken in Deutschland. Laut aktuellem DKV-Report 2025 erfüllen nur 32 % der Erwachsenen die kombinierten Empfehlungen für Ausdauer- und Muskelaktivität. Besonders kritisch: Menschen mit Adipositas sind deutlich weniger aktiv – nur 19 % erreichen diese Empfehlungen. Auch der Freizeitmonitor 2025 zeigt: Körperlich passive Freizeitgestaltung nimmt weiter zu – vor allem bei Jüngeren.
Nur 2 % der Deutschen leben nach allen fünf zentralen Gesundheitskriterien, darunter Bewegung, gesunde Ernährung, Stressbewältigung, Rauchverzicht und alkoholfreier Lebensstil.
Sitzen gilt inzwischen als das neue Rauchen: Im Durchschnitt verbringen Menschen in Deutschland fast 10 Stunden täglich im Sitzen – bei gleichzeitigem Rückgang sportlich aktiver Freizeitgestaltung. Inaktivität ist längst kein individuelles Problem mehr, sondern eine systemrelevante Herausforderung für Prävention, Versorgung und soziale Teilhabe.
DGSP-Präsidentin Prof. Dr. Dr. Christine Joisten sagt dazu:
„Als Fachgesellschaft für Bewegungsmedizin sehen wir es als unsere Aufgabe, die Bedeutung von Bewegung endlich dorthin zu bringen, wo sie hingehört – in die Regelversorgung, in Hausarztpraxen, auf das Rezept! Die Daten zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist – besonders bei vulnerablen Gruppen. Bewegungsmedizin rettet Leben.“
Die DGSP fordert:
✅Integration von Sportmedizin in alle medizinischen Curricula
✅Strukturelle Verankerung des Rezepts für Bewegung im Gesundheitssystem
✅Bewegungsfördernde Lebenswelten – von der Kita bis Pflegeeinrichtung
✅Interdisziplinäre Schulung für Fachpersonal zu bewegungsbezogener Verhaltensänderung
✅Konsequente Gesundheitsberichterstattung zu körperlicher Aktivität
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