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Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) informiert:

Neuer Trendsport für Ältere – „Walking Football“

 

Erfunden wurde „Walking Football“ oder Gehfußball 2011 in England, um ältere Männer aus der sozialen Isolation zu holen und sie zu mehr körperlicher Aktivität zu motivieren. Inzwischen erfreut sich diese Sportart immer größerer Beliebtheit und stellt eine sehr gute Kombination aus allen motorischen Hauptbeanspruchungsformen dar. Nicht nur in England, sondern auch in den Niederlanden wird sie sogar in Ligen gespielt. Auch in Deutschland haben bereits Werder Bremen, der VfL Wolfsburg, Schalke 04 und Bayer Leverkusen Altherren-Kicker, die sich nur noch zur Geh-Variante ihres Lieblingssports treffen. Im Grunde sind die Regeln beim Gehfußball die gleichen wie im normalen Fußball. Nur das Laufen – egal ob mit oder ohne Ball – ist verboten.


Körperliche Aktivität funktioniert auf Dauer nur, wenn die Bewegung Freude bereitet

Daher ist „Walking Football“ eine tolle Möglichkeit, sich, egal in welchem Alter und in welchem Tempo, fußballerisch zu betätigen, fit zu halten und in geselliger Runde zusammen zu sein. Denn der Spaß kommt garantiert nicht zu kurz. Neben den vielen positiven Effekten auf die Gesundheit der Seniorensportler haben besonders Spielsportarten einen nicht zu unterschätzenden sozialen Aspekt.

 

Eine Altersgrenze für diese Sportart gibt es nicht

Vielmehr ist das biologische Alter entscheidend. Für ältere Menschen ohne Vorerkrankungen ist regelmäßiges Gehfußballspielen ein gutes Instrument, um gesund noch älter zu werden. Doch sind Vernunft und die Fähigkeit zur kritischen Selbstbeobachtung eine wichtige Voraussetzung, um mögliche Risiken zu vermeiden. Denn treten beim Fußballspielen Beschwerden wie Druck auf der Brust und Atemnot oder Gelenkschmerzen auf, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden.

 

Sportmediziner empfehlen Sporteinsteigern, sich zuerst einem Gesundheitscheck zu unterziehen

Im Gegensatz zum herkömmlichen Fußball ist die Belastung beim „Walking Football“ gut steuerbar. Jedoch empfehlen die Experten der DGSP generell vor dem (Wieder-) Einstieg in den Sport eine sportmedizinische Untersuchung, die ein Belastungs-EKG mit Blutdruckmessung beinhaltet, um möglichen Vorerkrankungen und damit verbundene Risiken vorzubeugen. Hat der Arzt grünes Licht gegeben, so steht dem neuen Trendsport nichts mehr im Wege. Denn auch das langsame Bewegen hat einen Trainingseffekt und fördert die Gesundheit.

 

 

Frankfurt, den 31. Januar 2019


Experten zu diesem Thema vermittelt:
DGSP-Pressesprecherin Dr. Annette Heller
Mobil: +49 (0) 1 73 – 6 52 23 21
E-Mail:


DGSP im Kurzportrait: Die 1912 gegründete Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) ist die zentrale ärztliche Institution auf den Gebieten der Sportmedizin sowie der Gesundheitsförderung und Prävention durch körperliche Aktivität. Neben der Förderung von sport- und präventiv¬medizinischer Forschung, Lehre sowie Fort- und Weiterbildung setzt die DGSP viele Projekte zur Erhöhung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung um. Sie ist die Vereinigung der 17 Landesverbände für Sportmedizin und mit ihren 8000 Mitgliedern eine der größten wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. 2012 feierte die deutsche Sportmedizin ihr einhundertjähriges Bestehen. Dem Präsidium gehören an: als Präsident Professor Dr. Klaus-Michael Braumann (Hamburg), als Vizepräsidenten Dr. Ingo Tusk (Frankfurt am Main), Dr. Thomas Schramm (Köln), Professor Dr. Bernd Wolfarth (Berlin), Professor Dr. Frank Mayer (Potsdam) und Professor Dr. Christine Graf (Köln). Generalsekretär ist Professor Dr. Rüdiger Reer (Hamburg). Ehrenpräsidenten sind Professor Dr. Dr. Wildor Hollmann (Köln) und Professor Dr. Herbert Löllgen (Remscheid).       

 
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